Dankbarkeit, Verzeihung und Liebe – die Schlüssel zu unserem eigenen Glück

DANKBARKEIT

In Ratgebern werden uns Dankbarkeit, Verzeihung und Liebe oft als Schlüssel zu innerer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit präsentiert. Ja, gar Wunder könnten wir darin entdecken. Jahrelang habe ich mir schwer getan dieses Konzept wirklich anzuwenden. Wie sollte ich denn dankbar sein als ich meinen Job verlor, wie sollte ich denen verzeihen die mir seelisch weh getan hatten und wie soll ich jemandem mit Liebe begegnen, wenn der gerade dabei ist mich zu beleidigen? Bis es nach der Lektüre des „Kurs in Wundern“ dann Klick machte.

Dort ist ein „Wunder“ wesentlich rationaler definiert, als wir uns das sonst so vorstellen. „Ein Wunder geschieht immer dann, wenn wir uns statt Angst für die Liebe entscheiden.“ So lautet grob zusammengefasst die Aussage. Was soll das also bedeuten? Hier ein klassisches Beispiel:

Vor einem Jahr hat dein Partner/deine Partnerin die Beziehung beendet. Noch immer trauerst du ihm/ihr nach und eigentlich bist du auch wütend, denn warum die Beziehung beendet wurde ist dir nicht klar. „Es liegt an mir“ ist gleichzeitig die ehrlichste aber auch frustrierendste Antwort, die man bekommen kann.

Warum also solltest du Dankbar sein? Nun, erst einmal sagt dein Frust mehr über dich selbst aus, als über deinen flügge gewordenen Partner. Eine Trennung ist hart, aber noch lange einer beendeten Beziehung nachzutrauern bedeutet, dass wir uns selbst nicht genug sind und uns offenbar über den Partner identifiziert haben. Das ist weder dem Partner gegenüber fair, noch einem selbst. Eine beendete Beziehung klärt uns also erst einmal über uns selbst auf und daraus können wir lernen.

Wie verzeihen? Du fühlst dich verletzt und zurückgewiesen. Das ist ganz normal, sollte jedoch nach einiger Zeit von allein wieder verschwinden. Tut es das nicht, wird es Zeit für aktive Vergebung. Das bedeutet vor allem den Blickwinkel auf die Situation zu ändern. Wie wäre es mit der Sichtweise, dass du nun frei bist für den/die Richtige/n? Wäre die letzte Beziehung nicht beendet, würde diese Person vielleicht unbemerkt an dir vorbei gehen.

Und jetzt auch noch Liebe? Ja, Liebe. Viele von uns wissen nicht sicher, wie sich Liebe eigentlich anfühlt. Da gibt es einen einfachen Trick: Lege die Hände auf den Solarplexus (über dem Magen und unter den Rippen in der Mitte) und sprich laut deinen Namen aus. Was fühlst du? Ein Kribbeln oder Pulsieren? Vielleicht wird die Stelle warm und du musst unwillkürlich lächeln? Das Gefühl steigt hoch in die Kehle und würde sich am Liebsten in einem glucksenden Lachen Bahn brechen. Es ist ein inneres Strahlen und das ist die Liebe. Präge dir genau ein wie sich das anfühlt, dann kannst du es so oft du möchtest wieder heraufbeschwören. Mit diesem Gefühl schlechte Laune zu haben, ist absolut unmöglich. Vielleicht ändern sich deine Gedanken mit diesem Gefühl auch automatisch ins Positive? Ein typischer Gedanke in Liebe wäre zum Beispiel „Ich wünsche ihm/ihr, dass er/sie mit dem neuen Partner glücklich ist und in einer wunderbaren Beziehung alt werden kann. Ich war offenbar nicht der/die Richtige, aber vielleicht wird es diesmal etwas.“ Ist so ein Gedanke nicht wirklich ein Wunder?

Von der Wut und Verbitterung hin zu Dankbarkeit und Liebe und damit auch innerer Freiheit. Negative Gefühle legen uns Fesseln an und wir blicken so sauertöpfisch in die Welt, dass das Schöne vor uns Reiß aus nimmt. Wenn wir aber mit einem Strahlen durch das Leben schreiten, ziehen wir das Glück durch unsere Ausstrahlung regelrecht an.

Ein Versuch lohnt sich also allemal, nicht wahr?

Einen tollen Beitrag zum Thema Emotionen hat auch Jasmin Collet auf ihrem Blog geschrieben. Werft doch mal einen Blick drauf!

xoxo

Lu

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1 Kommentar auf "Dankbarkeit, Verzeihung und Liebe – die Schlüssel zu unserem eigenen Glück"

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wortbaron
Gast

„Negative Gefühle legen uns Fesseln an“ das stimmt wirklich…

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