Das Paretoprinzip für ein aufgeräumtes Leben

 

Fasten, Reinigung, „Cleanse“. Voll in, voll Thema zwischen mir und dem Männe. Saftkur, Geistreinigung, Gedankenmuster ändern, die Bude reinigen. „Jeeez, wann bin ich denn genug gereinigt?“, lamentierte er. „Wem sagst du das?“, und nippte an meinem heißen Wasser mit Zitrone, weil…. reinigen.

Wir sind so verblieben:

80 % des Lebens ist für Erschaffen, Träume vorwärts bringen – LEBEN. 20 % sind für Reinigung und solche Dinge.

Es ist so einfach: Wir erschaffen etwas, oder wir lassen etwas gehen. Wir müssen manches gehen lassen, damit wir Neues erschaffen können.

Eine kleine Analogie: Du hast die meiste Zeit deines Tags damit verbracht gut gekleidet zu sein, dich im Griff zu haben (oder zumindest so auszusehen) und du hast dabei gearbeitet, oder etwas konsumiert. Einen relativ kleinen Teil des Tages hast du darauf verwendet, hygienisch zu sein, deine Gesundheit zu optimieren und Dinge gehen zu lassen. Ohne dieses Grundgerüst wäre dein Leben ziemlich ätzend. Wie das Paretoprinzip besagt: es sind die 20 % unseres Lebens, die auf Reinigung verwendet werden, die die anderen 80 Prozent pushen.

Außer das wir einiges an notwendiger Reinigung außen vor lassen, weil das Einschränkung und Fokus bräuchte. Regelmäßig die Vitamine einwerfen – sollte doch eigentlich aus dem Essen kommen. „Groß-reine-machen“-Unterhaltungen mit Leuten – so ungemütlich. Zucker aus der Ernährung verbannen – aber Gummibärchen, dammit. Die Reinigung unseres Geistes ist der härteste Punkt mit am meisten Widerstand. Negatives Denken ans Tageslicht bringen, Zweifel verbannen, Trauer, Angst – das ist die Wurzel der Arbeit, die erledigt werden muss und sie kann am schwierigsten zu bewältigen sein. Aber es ist so einfach: so wie du deinen Körper badest und duschst, so solltest du deinen Geist baden. Wir räumen unsere Wohnungen auf. Wir kümmern uns um unseren Körper. Wir müssen still werden und den Ramsch (meistens Illusionen) aus unserem Geist spülen.

Geist, Körper und Räume zu reinigen ist wichtig – also, richtig, richtig, richtig wichtig.

Das gibt Raum und Treibstoff für Vitalität und Erfüllung. Es ist die Differenz zwischen zurück gehalten werden und absolut frei sein, abgedichtet und sauber, mithalten und fliegen.

Verliebe dich also in die regelmäßige Reinigung.

Führ die Unterhaltung, damit du nicht weiter mit der Last gehen musst. Leichter.

Gib deinem Körper richtiges Essen, damit er wieder Kraft findet. Leichter.

Gib deinem Körper den Respekt, den er verdient hat – es ist DEINER. Leichter.

Setz dich auf deinen wundertollen Hintern und sei mal ganz leise, damit du das Leben durch dich hindurchfließen fühlen kannst. Bleib da eine Minute länger, weil das ist der Ort, wo schwere Gedanken der Leichtigkeit der Wahrheit weichen. Lass Licht durch dich hindurch fließen. Das ist das mächtigste Werkzeug des Universums – reinigend, enthüllend, leben, gebend. Leichter.

Proaktive und vorsorgliche Reinigung – wir wissen, dass da der Knackpunkt liegt. Weil wir ganz weit weg bleiben wollen, von abgedichteten Bauchwindungen, Depression oder Anspannung, oder dass deine Freunde dir Tine Wittler und ihr Abrissteam auf den Leib hetzen. Räum auf und halte alles aufgeräumt, damit dein Geist erst gar nicht damit anfängt, Sachen zurück zu schieben und alles damit zu verstopfen. Selbstzweifel, beschissene Momente auf Dauerschleife oder zu viel Cholesterin und so. Sei schneller.

Echtes Leben ist dreckige, schwitzige, großartige Arbeit. Wir werden Dinge anhäufen, aber deine Seele will mobil und unbeladen bleiben – in Kontakt mit allen Teilen deines Lebens.

Reinige dich immer ein bisschen, damit deine Seele Platz zum Wachsen hat!

 

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9 Kommentare auf "Das Paretoprinzip für ein aufgeräumtes Leben"

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waehlefreude
Gast
… Mmmmhhhmmm … „Nehmen wir einfach einmal an, mein Leben ist völlig richtig.“ … Das gilt natürlich nur für mich allein. 😉 Natürlich wäre es für andere schädlich, zu rauchen, so viel Cappuccino zu trinken und… Abgesehen davon, darf ich ab dem ersten August dieses Jahres alt sein; ich wurde vom Amt dazu aufgefordert, die Rente zu beantragen und habe das auch getan. Ich wollte schon immer ein alter Raucher werden. 😉 Und wie schnell das auf einmal geht. 🙂 Das „Pareto Prinzip“ gefällt mir, weil ich…weil der Name dafür… weil „achtzig-zwanzig Regel“… … Und Gummibärchen sind gut gegen Arthrose… Read more »
Ilaina
Gast

Helmut Schmidt hat doch wunderbar bewiesen, dass Raucher verdammt alt werden können 😉

waehlefreude
Gast

Guten Morgen.

Eben; grins.

Und er war sehr eigen und hatte Ecken und Kanten.

Es mag ja sein, daß er sich mit Ratgebern zur Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt hat… 😉

Wenn es darum ging, was für ihn richtig war, hat er auf sich geschaut und nicht auf andere.

Nur so geht es gut, denke ich, das eigene Leben.

Liebe Grüße,
Frank

Ilaina
Gast

Man sollte immer schauen, dass es für einen selbst richtig ist. Für andere kann man nicht entscheiden, nur für sich selbst, ebenso wie andere nicht für einen selbst entscheiden können (und auch nicht sollten), was für einen selbst gut ist. Derartige Grundsatzdispute hast ja mit Kind eh, weil immer irgendwer rein reden will.

Ilaina
Gast

Ich finde, dass eigene Leben darf schon so aussehen, wie es in einem selbst aussieht. Nur so kann man sich dann auch wohl fühlen, oder? Und den Geist reinigen: Wenn ich das Gefühl habe, mein Geist ist komplett leer, hab ich dann besonders gut aufgeräumt oder einfach nur alles verlegt? 😉

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