Die eine Frage die uns hilft uns selbst und alle anderen zu verstehen

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Als ich heute in einer kurzen Pause rauchend draußen in der Werkstatt stand, überlegte ich, warum so viele von uns so stur sind oder überhaupt solche Wesenszüge haben, die Andere einfach nur in den Wahnsinn treiben, letztlich aber niemandem etwas bringen.

Und da fiel mir Elisabeth Kubler Ross mit einem meiner absoluten Lieblingszitate ein:

“There are only two emotions: love and fear. All positive emotions come from love, all negative emotions come from fear. From love flows happiness, contentment, peace and joy. From fear comes anger, hate, anxiety and guilt. It’s true that there are only two primary emotions, love and fear. But it’s more accurate to say that there is only love or fear, for we cannot feel these two emotions together, at exactly the same time. They are opposites. If we’re in fear, we are not in a place of love. When we’re in a place of love, we cannot be in a place of fear.” ~ Elisabeth Kubler Ross

Sobald jemand aus Wut, Verteidigung, Frust, schlechter Laune, Zorn oder jeglicher anderen negativen Emotion heraus handelt, dann kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass sie vor etwas Angst haben. Jedes einzelne Mal und egal, wie nichtig diese Angst einem erst einmal vorkommen mag.

Und jetzt, wo wir das wissen, können wir uns fragen:

Vor was hat dieser Jemand (oder ich selbst) Angst?

Diese Frage zu stellen, bringt uns ganz automatisch auf den Pfad der Verständnis, weg von der Angst.

Versuch es doch mal selbst. Das nächste Mal wenn du einen zeternden Autofahrer siehst, Streit mit dem Partner oder einem Bekannten hast, von einem schrecklichen Verbrechen gehört hast, dann frage dich, welche Angst diese Person zu ihrer Handlung geführt hat. Warum verhält sie sich so?

Selbst wenn man auf diese Frage keine Antwort findet, sie sorgt dafür, dass man von der eigenen Negativität weg kommt. 

Das Gleiche gilt natürlich auch für uns selbst, wenn wir in einer stressigen Situation sind: Wovor habe ich Angst?

Statt in ein Loch aus Angst und hohem Blutdruck zu fallen, erlaubt diese Frage uns, wirklich heraus zu finden, was gerade in uns vor sich geht. Wenn wir es schaffen, sie ehrlich zu beantworten, dann gibt sie uns die Chance unsere Wahrnehmung zu schärfen und positiv zu verändern.

Angst ist eine mächtige Kraft und es ist schwer den rationalen Verstand in einer angstbehafteten Situation unter Kontrolle zu halten. Unser Gehirn ist darauf programmiert, in einer Angstsituation den Verstand abzuschalten, die Reflexe hochzufahren und die Muskeln zu aktivieren, um schnellstmöglich weglaufen oder kämpfen zu können. Doch wenn wir es schaffen, Angst distanziert zu beobachten, statt uns direkt von ihr einsaugen zu lassen, dann werden wir es schaffen, von einem Standpunkt der Liebe und von Verständnis heraus zu handeln. Und das ist ein Grundstein für unser Glück.

xoxo

Lu

P. S. So lassen sich auch die ganz großen Themen beantworten. Warum haben so viele Leute Angst vor Einwanderern? Warum entscheiden sie sich teilweise für Gewalt gegenüber diesen Menschen, die Ihnen gar nichts getan haben? Warum? Weil sie Angst haben.

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10 Kommentare auf "Die eine Frage die uns hilft uns selbst und alle anderen zu verstehen"

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moteens
Gast

Das ist echt ein interessanter Gedankenansatz, der mich gerade ganz schön zum Nachdenken gebracht hat. Danke dafür!
Liebe Grüße,
moteens

Glück der kleinen Dinge
Gast

Mögest du immer durch mehr Liebe begleitet als durch Ängste blockiert werden!

Anny Page
Gast
Ja die Frau Kübler Ross ist schon ne tolle Frau gewesen! Und sie hat super Bücher die leicht verständlich sind….werde über sie auch noch schreiben….ich denke schon ab und zu darüber nach wovor eine andere Person Angst haben kann…keine Frage….aber je mehr ich mich persönlich mit anderen beschäftige…umso weiter entferne ich mich von mir selbst…leider und ich denke nicht das ich ein Einzelfall bin…den oft macht man das auch um sich seiner eigenen Angst nicht zu stellen…ja es ist eine Ablenkung für kurze Zeit…mag sein…aber sich der eigentlichen Angst zu stellen ist eine Herausforderung die ich endlich bereit bin anzugehen…das… Read more »
Beat(e)s Welten
Gast

Sehr guter Gedanke! Vor allem die Frage nach meiner eigenen Angst scheint mir wichtig. Sie ist der Schlüssel zu mir, auch dann, wenn ich scheinbar gar keine Angst habe. Denn ich richte mich im Leben oft so ein, dass ich eben keine Angst haben muss. Damit vermeide ich aber alles Angstmachende und beraube mich meiner Freiheit. Ein wirklich grosses Thema… 🙂

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