Du bist mehr als die Summe deiner Entscheidungen

Du bist mehr alsdie Summe deiner

Ich startete diesen Blog, mein gefühlt zehnter Versuch tatsächlich etwas zustande zu bringen und durchzuziehen. Vorher hatte ich schon nach zwei oder drei Wochen aufgegeben, wenn die Muse sich das erste mal verabschiedete oder ich plötzlich ein neues (glitzerndes) Projekt entdeckte. Zum Startzeitpunkt hatte ich dutzende Ideen, was ich mit meiner freien Zeit anstellen könnte und doch entschied ich mich wieder für das Bloggen.

Alle meine Unsicherheiten liefen im Kopf Amok. Ich war schon immer ein guter Schreiberling, aber bisher hatte ich noch nicht meine Stimme gefunden, mein Thema immer ausgesucht, ohne auf mein Herz zu hören. Die Selbstzweifel waren also groß.

Leute in meinem Umfeld fragen gerne, was denn das Schwierigste sei, jetzt wieder einen Blog zu betreiben. Und die Antwort ist: „Das Schwierigste war, den Blog aufzusetzen und den ersten Eintrag zu schreiben.“

Und die Frage: „Habe ich richtig entschieden?“

Laut meinem Notizbuch (in das ich nach der „Getting Things Done“-Methode ALLES eintrage, damit mein Kopf nicht explodiert) hätte ich mich auch dafür entscheiden können, einen Materialshop auf etsy oder ebay für Schmuckbastler zu machen, eine Ausbildung zum Zumba-Instructor oder für Gyrokinesis oder vielleicht auch Selbstständig als Design-Tante, alles Dinge, in denen ich durchaus gut bin. Wenn Leute mich also fragen, was schwierig war, dann lautet die richtige Antwort wohl „Ist das eine gute Verwendung meiner Zeit?“

Also, wie weiß man, ob eine Entscheidung die Richtige ist? Gibt es eine Möglichkeit sicher zu gehen, dass die Option die du wählst die Beste ist?

Nein.

Du weißt es nicht. Du wirst es auch niemals sicher wissen. Und das könnte richtig hart hinzunehmen sein.

ABER, du weißt eine Sache. Eine sehr wichtige Sache. Egal was passiert, du wirst Erfahrung sammeln.

Das Manches neue Möglichkeiten eröffnet, oder es kann eine Lektion sein, die du gelernt hast. Du wirst niemals kein Ergebnis haben.

Diese Entscheidung könnte einfach nur als eine Entscheidung in einer langen Kette von Entscheidungen, die du gemacht hast, enden. Sie könnte auch einschlagen und zur besten Entscheidung deines Lebens werden. Aber der Punkt ist, du kannst das nicht abschätzen, bevor du es nicht versucht hast. Versuche also, nicht alle Hoffnungen und Erwartungen der Welt in diese Entscheidung zu legen.

Eine Entscheidung ist ein kleiner Moment in deiner Karriere. Im Großen und Ganzen ist sie absolut belanglos, solange du dich damit nach vorn bewegst und entwickelst. Hör am besten damit auf, dir über Dinge Sorgen zu machen, die gar nicht von Belang sind! Darüber nachzudenken, ob das der Moment war in dem du „es geschafft“ hast, wird dich davon abhalten, dich vorwärts zu bewegen, weil du in die Vergangenheit blickst. Und es wird dir wesentlich schwerer fallen, zwischen all den Dingen die du im Moment am Laufen hast, zu entscheiden. Welche Möglichkeit wird „meinen Moment“ bringen und wie?

Was wirklich wichtig ist, ist die Tatsache, dass du dich dazu entschieden hast etwas zu tun.

Und was sehr wahrscheinlich ist, ist das „der Moment“ nachdem du Ausschau hältst, noch nicht passiert ist.

Verbringe deine Zeit im Zwischenraum, dem Raum zwischen starten und aufhören.

Und denke daran, dass egal welche Entscheidung du triffst, sie wird dich weiter bringen.

Entscheidungen können nicht richtig oder falsch sein.

Hattest du auch schon mal das Gefühl, dass eine Entscheidung so richtig bescheiden war und hinter her warst du aber froh, dass du sie getroffen hast? Wie gehst du mit dem Druck um, den anstehende Entscheidungen auf uns alle ausüben – der Sprung ins (meistens) kalte Wasser?

Teilt und kommentiert, spread the love!

xoxo

Luisa

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5 Kommentare auf "Du bist mehr als die Summe deiner Entscheidungen"

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Glück der kleinen Dinge
Gast
Ich bin froh, dass du dich für das Bloggen entschieden hast und freue mich jedes Mal auf und über deine Beiträge! Du hast Recht, ob eine Entscheidung „richtig“ oder „falsch“ war, erkennt man leider erst hinterher, aber wenn man es nicht versucht, wird man es nie herausfinden. Ja, Entscheidungen können sich als unglücklich erweisen, aber sich nicht zu entscheiden, führt eben auch nicht weiter. Im schlimmsten Fall verbuchen wir es unter Lebenserfahrung 😉 Aber wenn man immer nur das tut, was man bisher getan hat, dann wird man auch nur bekommen, was man bisher immer bekommen hat. Ich wünsche dir… Read more »
Feivel92
Gast

Dem schließe ich mich an 😉

Ralf Hauser
Gast

Ich war mit zwei Freunden auf Island Rundreise. Ich Warnlicht vorbereitet und habe die Orga bequemeres meinen Reisebegleitern überlassen. Hat super funktioniert und war sehr bequem für mich. Wenn beide mich aber plötzlich um meine Meinung gefragt haben, war jeder Weg richtig. Könnenwir so oder so machen (in einem fremden Land ohne Plan). Das brachte mich zum Nachdenken. Im Alltag habe ich für Hunderte schon mal erlebte Situationen eine Meinung. Es kommt wohl darauf an, über wieviel Erfahrung wir verfügen, wenn wir Entscheidungen in Unwissenheit treffen

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