Eine Rucksackmeditation für Zwischendurch

Den ganzen Tag über werden wir mit den verschiedensten Stressoren konfrontiert. Das können die Gefühle anderer Menschen sein, das Wetter oder auch Geräusche. Das geht manchmal soweit, dass wir selbst schlechte Laune bekommen und einfach nur noch genervt sind. Ich nenne das bei mir selbst „Junk-Mode“, weil ich dann dazu neige, lauter ungesunde Sachen in mich rein zu stopfen und mich selbst behandle, als wäre ich eine Mülldeponie. Das führt natürlich dazu, dass ich mich dann noch schlechter fühle. Aber es gibt ein Gegenmittel: Die Rucksackmeditation!

Unser Verhalten läuft zu 85 Prozent automatisch ab, ohne das wir bewusst etwas steuern oder beeinflussen. Dadurch wird es auch von unserer Umgebung beeinflusst. Wenn wir uns aber das Leben von anderen diktieren lassen, wird es uns vorkommen wie ein Wechselbad der Gefühle. Nicht gut, oder?

Schritt Nummer eins um aus dem Junk-Mode auszusteigen ist bewusst werden. Nur wenn uns klar ist, dass wir beeinflusst werden, können wir auch gegensteuern. Um Bewusstsein zu schaffen benutzen wir unsere Atmung und nehmen die gleiche Technik, wie beim Meditieren: Die Yogi-Atmung. Das heißt, beim Einatmen dehnen sich unser Zwerchfell und die Lungen weit aus, die Schultern bleiben entspannt hängen.

Auf die Atmung zu hören ist in der Regel nicht unsere erste Reaktion auf Stress. Im Gegenteil: Wir japsen entsetzt nach Luft und heben die Stimme um dem inneren Druck ein Ventil zu geben. Funktioniert das nicht, treibt uns dieser Druck Tränen in die Augen und wir bekommen Zustände in denen wir zittern und beben und die Ohren schmerzen. Unsere Brust fühlt sich an wie eingeschnürt, wir schneiden uns selbst die Luft ab.

Wenn es einmal soweit ist, hilft diese kleine Meditation, die überall funktioniert:

Die Haltung: Setze dich gerade auf einen Stuhl oder nehme am Boden die einfache Haltung im Schneidersitz ein. Achte darauf, dass du dein Gewicht vor die Sitzhöcker im Po legst. So fällt deine Wirbelsäule in ihre natürliche Form und wird entlastet.

Die Hände: Lege die Hände in den Schoß und drücke den Daumen gegen den Zeigefinger. Das ist das Gyan-Mudra. Mudras helfen dabei den Energiefluss zum Gehirn zu leiten, indem sie verschiedene Energiemeridiane miteinander verbinden.

Der Daumen am Zeigefinger setzt unser Wissen in Gang. Der Zeigefinger repräsentiert den Jupiter, der Daumen das Ego. Das Gyan-Mudra fördert deine Aufnahmebereitschaft und deine Gelassenheit.

Die Atmung: Es wird empfohlen, acht mal durch die Nase einzuatmen und dann einmal durch die Nase auszuatmen. Wer die Yogi-Atmung zum ersten Mal anwendet, der atmet nur vier mal ein, statt acht mal. Vier mal durch die Nase einatmen, ein mal aus. Wenn du fertig eingeatmet hast, kannst du auch der Spannung in deinen Lungenflügeln nachfühlen und wie sie sich dann beim ausatmen entspannen.

Benutze diese Meditation immer, wenn du dich gestresst, erschöpft oder angespannt fühlst. Du kannst sie aber auch zur Vorbeugung benutzen. Im Kundalini-Yoga, wo diese Übung herstammt, wird empfohlen, 40 Tage hintereinander je elf Minuten zu üben. Für den Anfang tun es auch drei Minuten.

Das beste Mittel gegen Stress ist aber immer noch, die Stressmuster ausfindig zu machen. Was stresst dich besonders und warum? Dann kannst du daran arbeiten, diesem Stressor gegenüber unempfindlicher zu werden, indem du aufhörst ihn nahe an dich heran zu lassen und ihn in deine eigenen Emotionen zu übernehmen. Er ist dann nicht mehr als ein lästiger Störenfried, wie eine aufdringliche Fliege, die man verscheuchen kann.

Lass mich hören, wie dir die Meditation gefallen hat!

Lots of Love,

Luisa

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3 Kommentare auf "Eine Rucksackmeditation für Zwischendurch"

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feivel92
Gast

Hey. Du hast es vielleicht schon mitbekommen, dass es ein „Liebster-Award“-Spiel gibt. Dafür habe ich dich nominiert. Falls du Lust hast, kannst du mitmachen, aber fühl dich nicht dazu verpflichet 😉 Lieben Gruß

Kruemelkeks
Gast

Ich glaube, wenn ich soweit bin, dann werde ich bei Dir das richtige Atmen lernen – toll beschrieben und sehr interessant. Du bist super!!!

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