Gib die Hoffnung auf (und warum das gut für dich ist)

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Hoffnung: Substantiv, feminin

Definiert als: das Gefühl, dass ein Wunsch erfüllt werden kann oder dass die Umstände sich zum Besten wenden werden; eine Person oder Sache auf die Erwartungen gerichtet werden; ein Wort mit acht Buchstaben, dass zu nicht viel führt.

Jedes Wort, das du sprichst oder denkst landet irgendwo. Du hörst es (und wenn nicht laut, dann unbewusst im Innern), die Leute um dich herum, die Zauberfee, das Universum, die Kräften des Seins.

Welche Nachricht sendet also das Wort „Hoffnung“ aus? Wie soll dein Leben, oder dein Chef, oder dein Partner „Hoffnung“ interpretieren?

Hoffnung zeigt niemandem, wo du in einer Sache wirklich stehst.

Sie ruft nicht „Go, get ‚em!“, oder erklärt „Ich glaube von tiefstem Herzen.“ oder „Ich werde tun, was auch immer notwendig ist.“

Hoffnung hängt an der Seitenlinie ab, du weißt schon, hoffend. Während Erwartung, Optimismus und Pragmatismus draußen auf dem Spielfeld des Lebens eine Party feiern.

Vielleicht ist hoffen für Sissies.

Und wenn das stimmt, dann sind Absicht und Vertrauen für Helden.

Was, wenn „Hoffnung“ aus unserem Vokabular verbannt werden würde? Versuch es mal mit dieser Übung.

  • „Ich hoffe, ich bekomme den Job.“ Meeeep! Mach das nochmal neu.
  • „Ich möchte den Job wirklich gerne haben.“ („Verstanden“, antwortet das Universum.)
  • „Ich bete, diesen Job zu bekommen.“ (Beten ist auch etwas.)
  • „Ich habe alles getan, damit ich den Job bekomme.“ (Yes! You go, sweetheart!)
  • „Ich werde den Job entweder bekommen, oder eben nicht.“ (Yep. Jetzt mach weiter.)
  • „Ich gehe davon aus, dass ich einen Job haben werde, den ich liebe.“ (Exzellent! Lass dir und dem Schicksal Raum, aber du weißt, was du willst!)

Mach eine Hoffnungsliste. Auf was hoffst du? Dass die Möglichkeit anklopft? Das Ende positiv ist? Die Testergebnisse negativ sind? Ersetze „hoffen“ mit tatkräftigen Worten, reellen Worten. Absichtliche, vertrauensbindende, ganz weit offene, verändernde Heldenworte!

Es gibt zu viele Variablen, die außerhalb deiner Kontrolle sind, trotzdem gibt es mindestens genauso viele Variablen, die innerhalb deiner Kontrolle liegen. Es ist suboptimal (um es sanft auszudrücken), wenn du große Wunschburgen auf dem Sand der Hoffnung baust. Und es ist großartig, wenn du entscheidest, dich nicht auf die Hoffnung zu verlassen (obwohl es Anfangs durchaus zu Entzugserscheinungen kommen könnte).

Wenn du die Hoffnung hinter dir lässt, dann übernimmst du Verantwortung. Du hast Fakten. Du siehst Lösungen, die du vorher nicht gesehen hast. Du stehst im Hier und Jetzt.

Hoffe weniger. Erkenne mehr.

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5 Kommentare auf "Gib die Hoffnung auf (und warum das gut für dich ist)"

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jackyswelt
Gast

Was ich daraus gelesen habe: Formuliere deutlicher, bekenne dich zu dem was du WILLST, nicht nur was du HOFFST, weil Hoffen so bescheiden ist.. Und ich denke auch, dann wenn du ganz klar formulierst was du willst, erhöhst du auch automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass es eintritt bzw. du es erreichst.

Glück der kleinen Dinge
Gast

So habe ich noch nie über „Hoffnung“ nachgedacht. Danke für diese Perspektive und jetzt hau‘ drauf und ersetze sie durch etwas Prägnanteres! 😉

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