Jeder hat mal einen scheiss Tag

Und damit meine ich JEDER!

Have a shit day now and then...

Als ich anfing, mich mit Achtsamkeit und der Begrenzung der Egogedanken zu beschäftigen, wunderte ich mich, wie diese Gurus alle immer gute Laune haben können. Haben die so ein perfektes Leben, dass es da nichts braucht? Verstecken sie es nur besonders gut? Oder muss ich noch besser lernen meine eigenen Gedanken im Griff zu behalten? Schließlich heißt es ja „Your projection is your perception.“ oder „Deine Gedanken werden zu deiner Wirklichkeit“.

An manchen Tagen wollte ich kotzen vor Wut. Wie sollte ich denn meine Gedanken positiv halten, wenn mein Gegenüber mich gerade unfähig nennt, mich beschimpft, wenn ich mich ausgenutzt fühlte? Wie? Allein der Gedanke, dass ich für diese ganze Misere selbst schuld war und eben nicht mein Gegenüber, der brachte mich fast noch mehr zur Raserei. Am Schlimmsten war mein Bauchgefühl, das gegen genau die Affirmationen rebellierte, die doch seinen Frieden bringen sollten. „Dein Gehirn mag verwirrt sein, dein Herz blind, doch dein Bauch lügt nicht.“ Yeah, I thought so, too, aber die Signale die da gerade kommen, die sind nicht das, was bestellt ist, goddammit!

Der Knoten ist mittlerweile geplatzt, der Bauch ist zufrieden. Die Lösung kam in Form meines Psychologen, der mir im Kopf flüsterte: „Sie müssen lernen Grenzen zu setzen.“ Und genau das ist der Knackpunkt. Die Grenzen, bzw. die zu wenig vorhandenen Grenzen.

„Was zu weit geht, geht zu weit.“

Für jeden sieht dieses „zu weit“ anders aus, jeder hat eine andere Belastungsgrenze. Für alle von uns gilt aber: diese Belastungsgrenze wird jeden Tag neu ausgelotet, bestimmte Personen prüfen, ob sie weiter gehen können und wenn wir sie lassen, dann hilft uns kein positiver Gedanke der Welt mehr.

Aber wo sind die eigenen Grenzen? Beim Ausloten hilft uns wieder einmal der Bauch.

Alles was sich super anfühlt, liegt selbstverständlich innerhalb der Grenze. Das, was dann schon wieder Verunsicherung oder Stirnrunzeln und ein flaues Gefühl des Widerstands auslöst, das bewegt sich hart an der Grenze. Und wenn das dann in Zähneknirschen umschlägt, man sich verletzt oder beleidigt fühlt, dann ist das ein ganz klares „NEIN“ und die Grenze ist überschritten.

Jeder von uns darf Grenzen haben. Lasst euch nicht von „Aber du kannst das viel besser als ich“ oder „Das wird man ja erwarten dürfen!“ einschüchtern. Hilflosigkeit, Schleimerei, oder eben Aggression sind beliebte (wenn meist auch unbewusste) Hilfsmittel, um sich doch noch durchzusetzen. Nochmal: Du. darfst. Grenzen. haben! Und alle haben sie zu respektieren.

Sind diese Grenzen erst einmal installiert und bewusst, fallen all die Sachen weg, die Zähneknirschen verursacht haben. Also, größtenteils zumindest. Es gibt schon so Hartnäckige, die es immer wieder versuchen werden.

Man ist eben nicht immer selbst schuld. Wie beruhigend.

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FERTIG, ABER, mir ist heute Mittag aufgefallen, dass der Share von Jim Kopf heute Vormittag mein 100. Post war. <3 Das ist ein Grund zum Feiern! #trööööt #HoltDiePartyHüteRaus

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Weil ich alt und langweilig bin, werde ich mich jetzt aber wieder an mein Geschreibsel setzen und dann früh ins Bett gehen.

Hugs’n’Kisses!

Lu

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11 Kommentare auf "Jeder hat mal einen scheiss Tag"

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Anny Page
Gast

Du verrücktes Huhn hahaha…erst n echt starkes Thema aussuchen und am Ende knuffig sein….das mag ich so an dir 😍 gute Nacht

moteens
Gast

Herzlichen Glückwunsch zu deinem 100. Beitrag! Das ist echt eine gigantische Zahl. Mir selbst geht es so, dass ich selber immer total überrascht bin, wenn ich sehe, wie viele Beiträge ich bereits geschrieben habe!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
moteens

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[…] (genauso wie allen anderen Über-Motivierern, die so tun, als hätten sie noch nie im Leben einen shit day gehabt) und dann musst du sagen: Schrei mich, verdammt nochmal, nicht […]

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