„Overthinking“ – und wie du es schaffst damit aufzuhören

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Im Englischen gibt es den wundervollen Begriff „to overthink“. Leider gibt es im Deutschen kein Wort, dass annähernd dieses Konzept korrekt zum Ausdruck bringen könnte. „Overthinking“ ist ein Prozess, in dem wir in einem Gedankenkreislauf feststecken, der dazu führt, dass wir uns unnötig Sorgen machen. Wenn jemand uns einen kurzen Blick zuwirft, denken wir darüber nach weshalb er das getan hat. Auf eine geschriebene SMS kommt keine Antwort, was unser Hirn Purzelbäume schlagen lässt, auf der Suche nach dem „Warum?“. Wir können unsere Gedanken mit Fokus und Absicht kontrollieren, damit sie nicht zu Stress und Sorgen führen. Hier drei Schritte, wie das geht.

1. Behalte das große Ganze im Blick.

Das Chaos besteht aus wenigen einzelnen Gedanken, die in deinem Kopf hin und her springen, wie ein außer Kontrolle geratener Squash-Gummiball und ziehen so viel deiner Konzentration auf sich, bis du quasi in einen Tunnel voll Sorge blickst. Stelle dir vor, wie du herauszoomst, und die Dinge von oben herab betrachtest, als hättest du eine Kamera im Kopf und nimm dadurch einen objektiven Standpunkt ein. Damit entziehst du den Gedanken die direkte Aufmerksamkeit. Tue das immer, wenn du dich emotional überfordert fühlst. In deiner Vogelperspektive, beurteile objektiv, ob das was du im Moment tust, mit deinen Werten und Zielen übereinstimmt. Wenn nicht, passe die Situation an, damit sie das tut.

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2. Sei im „Jetzt“

Das ist wichtig in allen Situationen des Lebens. Während eines Gesprächs, bleib immer im hier und jetzt, richte deine Konzentration auf die Worte deines Gegenübers und halte dich davon ab, gedanklich auf Reisen zu gehen. Es ist nicht nur deinem Gesprächspartner gegenüber unfair, nicht bei ihm zu sein, sondern sorgt auch dafür, dass du wichtige Informationen nicht mitbekommst, was schnell zu Verwirrung und Unsicherheit führt. Das wiederum begünstigt das Gedankenkarussell.

3. Handle immer und sofort

Tue immer das, was du sagst. Taten sprechen so viel lauter als Worte! Hauche deinen Ideen und Plänen Leben ein. Die positive Energie, die wir fühlen während wir etwas schaffen (Mihaly Csikszentmihalyi nennt es den „Flow“, der Schlaue, der), treibt uns fortwährend an und begeistert uns. Wenn wir sofort handeln, kommen wir gar nicht dazu, uns über ein eventuell auftauchendes Problem viel zu viele Gedanken zu machen. Unbekannte Situationen, in denen wir uns aus unserer Komfortzone heraus bewegen, triggern unsere Ängste und die führen uns innerlich ein Filmfestival des Scheiterns vor, damit wir gar nicht erst anfangen. Dabei übersehen wir gerne, dass ca. 90 % der Probleme die in diesem Festival vorgeführt werden, gar nicht eintreten würden oder halb so schlimm wären, wie wir sie uns im Moment vorstellen.

„Mehr als machen kann ich nicht.“ Das ist meine Standardantwort an alle die Fragen, wie ich es schaffe in meinem Job den Überblick zu behalten. Manchmal neige ich noch dazu, angesichts von vielen Fahrzeugakten in Panik zu geraten und zu befürchten, dass das nicht machbar ist.

Ist es aber doch. Eben eins nach dem anderen und mit dem Blick aufs große Ganze.

Welche Tricks habt ihr um Gedankenraserei in den Griff zu bekommen? Verratet sie mir, ja?

Gestern wurde ich gefragt, wann es denn wieder etwas zur Meditation gibt. Nächsten Donnerstag ist es soweit, dann wird fleißig geatmet. =)

xoxo

Luisa

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2 Kommentare auf "„Overthinking“ – und wie du es schaffst damit aufzuhören"

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robmarley94
Gast

Kann diese drei Tipps nur bestätigen. Habe mir früher, wenn ich eine Frau angesprochen habe und abgewiesen wurde zum Beispiel immer vorgestellt, dass ich einen Teeniefilm schaue und sehe super komischen Typen dabei beobachte, wie er eine Abfuhr nach der anderen bekommt 😀
Das ganze ging so lange, bis mir Abfuhren egal waren. Gepaart mit guten Glaubenssätzen kommen einem durch diese drei Tipss kaum noch irgendwelche negativen Gedanken.

trackback

[…] ich vielleicht…”, für die Zukunft auftauchen, Hirn abschalten und einfach machen. Zu viel nachdenken macht alles nur noch schlimmer und diffuser. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern und die […]

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