Weihnachtszeit

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Der Countdown läuft. Zum Weihnachtsfest. 24 Tage ein Adventskalendertürchen, 24 Tage Dauerbeschallung mit „Last Christmas“, 24 Tage Steigerung der männlichen Panik, was zur HÖLLE ein gutes Geschenk wäre, 24 Tage Plätzchenwahnsinn, 24 Tage Stress. Und dann?

Hoffentlich Ruhe.

So, oder so ähnlich, ist mir die Weihnachtszeit bekannt. Ich gebe zu, Weihnachten war lange nicht mein Freund. Große Menschenmengen in Kaufhäusern verursachen mir Herzrasen und Migräne, dieses kack Lied hängt mir zum Hals raus, Glühwein lässt mich erbrechen und das ganze Tohuwabohu um Weihnachten ist mir einfach zu viel.

Dieses Jahr habe ich mir bewusst Zeit genommen, über mein Weihnachten nachzudenken. Wie soll es sein, was möchte ich, was möchte ich nicht?

Dieses Jahr sind wir zu Heilig Abend bei der Familie vom Männchen. Das ist sehr schön, aber auch sehr anstrengend. 12 Personen, die in zwei Fonduekochern wühlen, sehr laut, sehr warm, sehr lange. Ich bin weiß Gott kein Partylöwe. Schön ist es trotzdem immer, wenn auch in krassem Kontrast zu dem ruhigen Heilig Abend bei meiner Familie, wo es Würstchen mit Kartoffelsalat gibt und um halb neun alle ins Bett gehen. Aber, da muss ich durch, ansonsten muss ich mir einen neuen Mann suchen.

Was macht Weihnachten zu so einem „besonderen“ Tag? Emotionale Programmierung mit vermehrter Dopaminausschüttung als Belohnung? Weihnachten „muss“ so sein? Tradition, also?

Viel macht wohl der Feiertag aus bzw. der Urlaub den man doch noch leichter zugesprochen bekommt, als wie sonst. Nicht arbeiten, nicht von Kunden, Kollegen, Lieferanten ärgern lassen müssen, keine Hektik, quasi auf staatliche Anordnung. Soll mir recht sein.

Aber sonst? Ist es wirklich so, dass viele den Geburtstag von Jesus feiern, aus voller Überzeugung heraus und mit ganzem Herzen dabei? Irgendwie kann ich mir das gar nicht vorstellen, aber ich bin auch nur auf dem Papier katholisch. Eine Christmette würde ich gerne wieder einmal besuchen, allein wegen der Atmosphäre. Aber mit dem Mann wird das eine unromantische, zappelige und nervöse Angelegenheit („Sind wir schon fertig? Was soll der Scheiß? Das ist doch kacke.“). Also wohl eher doch nicht.

Fest steht, es wird keine Plätzchen geben, aus offensichtlichen Gründen. Letztes Jahr wurde so viel gegessen, dass ich bis Sylvester keinen Hunger hatte, das braucht es nicht noch einmal. Mäßigung, und so. Mir hängt die ganze Esserei zum Hals raus – ich bin kein Mastvieh, das bis zum neuen Jahr noch ein paar Kilo drauf haben muss. Ich mag glückliche Demeter-Kühe, auch eher zum zwischen den Hörnern kraulen, statt essen (habt ihr schon einmal eine richtig zufriedene glückliche Kuh gesehen? Es gibt nix Hübscheres – wer will die essen? Seufz, ich kenne da einen…).

Wie verbringt ihr Weihnachten? Was sind eure Traditionen? Ist es für euch ein besonderer Tag? Wenn ja, warum?

Ich freu mich auf eure Antworten!

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8 Kommentare auf "Weihnachtszeit"

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Glück der kleinen Dinge
Gast
Ich würde behaupten, Weihnachten ist DIE sensibelste Zeit im Jahr schlechthin. Und je älter, desto schnarch, je mehr Single, desto baaaaahhh. Einerseits freuen sich doch alle irgendwie drauf, weil es bedeutet, die stressige Vorweihnachtszeit erfolgreich überstanden zu haben, aber irgendwie freuen sich auch alle darauf, wenn es geschafft ist – der Braten geglückt, alle Pflichttermine wahrgenommen, alle Geschenke ausgetauscht und die achso besinnliche Zeit mit allen Familienmitgliedern, die man mitunter nur zu jenem Anlass sieht, hinter einem liegt. Ok, das klingt jetzt vielleicht alles etwas destruktiv, dabei bin ich gar kein Grinch und doch muss ich sagen, dass der Weihnachtszauber… Read more »
toe
Gast
In meiner Jugendzeit, kamen am 24. nach der Bescherung meine Freunde zu mir und wir haben Feuerzangenbowle gekocht und uns mit meiner Mum besoffen. Daddy war arbeiten bzw. als trockener Alkoholiker, nicht so interessant für ihn. Als junger Erwachsener bin ich auf gut Glück in eine Bar, in der man als Jugendlicher den Unterricht schwänzen war, gefahren und hab lauter gleich gesinnte: von-Schenkerei-angewiderte getroffen. Das war toll, aber das Lokal wurde geschlossen, wird aber bis zum 24. neueröffnet. Die restlichen Tage galten immer für Familienbesuche der engeren Familie. Ab nächsten Jahr erwarte ich dann, dass die Family zu uns kommt,… Read more »
cao
Gast
abgesehen von den „magischen“ momenten als kind – die vielen lichter, der duftende baum mit glitzer und süßigkeiten, tolle geschenke, zeit mit der familie, kekse und der typische weihnachtsduft usw. – glaub ich nicht, dass dieses fest wirklich noch bedeutung hat. ich meine, wer feiert schon nur aus religiösen gründen? als ofizielle nicht-chrstin kann ich sagen, dass ich immer weniger bis mittlerweile gar kein interesse mehr an weihnachten habe. seit meiner jugend ist es bloß eine schöne gelegenheit, sich mit der engeren familie zusammenzusetzen. da es auch keine geschenke mehr gibt, wir weder christbaum noch dekoration usw. haben und nur… Read more »
nilzeitung
Gast

Hat dies auf nz rebloggt.

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